Retrospective

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Caspar David Friedrich, ein berühmter deutscher Maler, verwendete die so genannte Rückenfigur in vielen seiner Gemälde.
Friedrich wurde oft dafür kritisiert, nicht sehr gut im Zeichnen von Menschen zu sein, aber die Rückenfigur war mehr als
nur eine Entschuldigung. In der Tat war es eher ein rhetorisches Mittel und ein Appell für den Betrachter, dass Kunstwerk
aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Seine Figuren sind meist in der Mitte des Bildes um den Fluchtpunkt angeordnet.

Dieser kleine Trick regt den Betrachter an, sich in die Position der dargestellten Person hineinzuversetzen.
Friedrichs Ziel war es, die Distanz des Menschen zur Natur zu zeigen.
Die Person ist mehr wie ein passiver Betrachter als eine tatsächliche Teil seiner Umwelt.

Friedrich inspirierte mich zu „Retrospective“. Das Buch enthält ca. 100 Fotografien von Menschen aus der Rückenperspektive.
Die Fotografien entstanden zu großen Teilen in Südamerika.
Im Buch wird der Abstand zum Motiv von Seite zu Seite größer - der Betrachter wird also mit jeder Seite tiefer in das Buch hineingezogen.

 

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